Dienstag, Februar 28, 2006

Wie Taxonomen uns vor Vogelgrippe schützen können

Taxonomen sind keine auf Vogelgrippe spezialisierten Impfärzte. Taxonomen sind ausgebildete Biologen, die unentwegt damit beschäftigt sind, Lebewesen möglichst exakt in ihren Lebensgewohnheiten zu erfassen. Und genau in dieser präzisen Beobachtung kann ein wertvoller Beitrag zum Schutz vor tödlichen Epidemien liegen. Zugleich leisten Taxonomen mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag, um den schwerwiegenden wirtschaftlichen Schäden vorzubeugen, die Kleinbauern wie Zuchtbetrieben durch die Vogelgrippe drohen.

Das Prinzip: Genau hinschauen und alles zählen – überall auf der Welt

Wichtigste Hilfsmittel eines Taxonomen sind nicht Impfserum oder Petrischale, sondern Computer und strapazierfähiges Schuhwerk. Denn Taxonomen sind immer und überall auf der ganzen Welt unterwegs und forschen an oft sehr ungemütlichen Orten wie im frostigen Sibirien oder im feuchtheißen Asien. Dabei spüren sie den verschiedensten Arten in kriminalistischer Detailarbeit nach. Mit wem haben die beobachteten Arten Kontakt, was fressen sie, von wem werden sie gefressen? Wann und wo brüten sie, wann sind sie überhaupt zu finden? Und vor allem: Wo? Dies alles gilt es durch eine Unzahl von Einzelbeobachtungen herauszufinden. Das so bereits angesammelte und sich ständig erweiternde biologische Basiswissen ist per Internet überall auf der Welt abrufbar (zum Beispiel über www.gbif.org).

Vögel als besondere taxonomische Herausforderung

Vögel als Träger des Vogelgrippevirus erfordern eine ganz besondere Aufmerksamkeit. Denn Vögel sitzen nicht ihr ganzes Leben an einem Ort, sondern ziehen über weite Strecken in Nordsüd- wie auch in Ostwestrichtung, oft über ganze Kontinente. Und für langstreckengewohnte Zugvögel ist der ferne Osten gar nicht so fern. Deshalb kann uns auch die im fernen Osten grassierende Vogelgrippe nicht egal sein. Viele Zugvögel pendeln regelmäßig zwischen ihren europäischen und asiatischen Verbreitungsgebieten und haben dabei allerlei Krankheitserreger an Bord, die beim Landen im Zielgebiet keiner Zollkontrolle auffallen. Die meisten dieser Erreger sind für Menschen harmlos; andere sind es vielleicht nicht.

Lohn jahrzehntelanger Kleinstarbeit ist Sicherheit

Taxonomen waren schon früh vom Vogelzug fasziniert und haben herauszufinden versucht, wo sich ihre Lieblinge herumtreiben. Das geschah durch die Beringung der Vögel. Ganz ohne wirtschaftliche Gewinnabsicht konnten damit in jahrzehntelanger Kleinarbeit die Wanderrouten der Vögel auf der Weltkarte nachgezeichnet werden. Diese Daten sind in einer weltweiten Initiative unter Beteiligung Deutschlands online abrufbar (www.groms.de). Auf diese von Taxonomen ermittelten Daten greifen eben auch Epidemiologen zurück, wenn sie Gefahren abzuschätzen versuchen, die von der Vogelgrippe ausgehen. Die von Taxonomen in jahrzehntelanger Kleinarbeit gesammelten

Daten sind so die Grundlage dafür, dass rechtzeitig geeignete Schutzmaßnahmen vor der Vogelgrippe eingeleitet werden können.

Noahs Passagierliste wird immer länger

DIE ZEIT 16.02.2006 Nr.8

*Nie zuvor haben Forscher mehr neue Tierspezies entdeckt als heute. Die Vielfalt scheint unendlich. Das goldene Zeitalter der Zoologie hat gerade erst angefangen* Von Matthias Glaubrecht

Freitag, Februar 24, 2006

Berichte zu Systematischen Zoologie in Brasilien

NEU:: In Portugiesisch: "Sistemática zoológica no Brasil: estado da arte, expectativas e sugestões de ações futuras". (48 pp, PDF downlaod, 330 KB). Analyse folgt noch ...

NEU:: In Portugiesisch: PROPOSTAS DE ESTRATÉGIAS E AÇÕES PARA A CONSOLIDAÇÃO DAS COLEÇÕES ZOOLÓGICAS BRASILEIRAS. (DOC downlaod, 300 KB)

Verknüpft auf die Originalinternetseite

European Distributed Institute of Taxonomy EDIT

Taxonomy provides the basis for understanding biodiversity. Overcoming the taxonomic impediment involves both having enough trained taxonomists and having taxonomic information available to those who need to use them. The European Distributed Institute of Taxonomy project, EDIT, is a European Commission sponsored Network of Excellence aimed at starting to overcome the taxonomic impediment through collaboration and joint work programme. Through EDIT we hope to build capacity globally and provide information and tools for use by all. The EDIT proposal, which complements the European programme SYNTHESYS in support to infrastructures, is an initiative of the Consortium of European Taxonomic Facilities (CETAF) which since 1996 has been working for better integration of the taxonomic effort in Europe.

To click more click on the heading ...

Donnerstag, Februar 09, 2006

DARWIN INITIATIVE CALL FOR FUNDING APPLICATIONS FOR SCOPING (FORMERLY PRE PROJECT) AND FELLOWSHIP (FORMERLY SCHOLARSHIP) FUNDING SCHEMES 2006

The Darwin Initiative seeks to help safeguard the world's biodiversity by drawing on UK biodiversity expertise to work with local partners in countries that are rich in biodiversity but poor in financial resources. Since it's launch at the 1992 Earth Summit in Rio, the programme has already committed over £30 million to more than 300 biodiversity projects in nearly 100 countries.

A new phase of the Darwin Initiative was announced at the World Summit on Sustainable Development in Johannesburg in 2002. Phase II of the Initiative introduced three new schemes (Darwin Scholarships, Pre-project funding and Post-project funding) and an increase of £7 million in funding over three years. Phase II aims to build on the strengths of the scheme by:

* improving the collaboration with the host country/ies throughout the whole project;

* strengthening the links with the Convention on Biological Diversity (CBD); and

* enhancing the legacy of Darwin projects.

In 2005 Defra contracted ECTF to conduct a review of these new schemes, to evaluate progress on them against their initial purpose and to assess areas of concern that have been raised. This review took into account responses to a consultation from the DI project community, the Darwin Advisory Committee and the Darwin Initiative Secretariat on the progress of these new schemes; and made recommendations regarding future implementation of the schemes. More details on this review are available on the Darwin website at www.darwin.gov.uk/applications/review.html

The Department for Environment, Food and Rural Affairs (Defra) is now inviting applications from British institutions and organisations for Scoping and Fellowship funding under Phase II of the Darwin Initiative to commence from July 2006. ECTF are managing the application process on Defra's behalf. The guidance notes for applicants and application forms are available on the Darwin website at http://www.darwin.gov.uk/applications . If you have difficulty accessing the information and forms please contact ECTF. The documents are also available in large print on request.

The closing date for applications is 10 March 2006. Please send the completed form by email to darwin-applications@ectf-ed.org.uk - ensuring that the proposed project title/Fellow's name is in the subject line of the email. Defra expects to announce the successful applicants towards the end of May 2006.
Further information on the Darwin Initiative, including lists of projects funded in previous rounds, can be found on our web site at www.darwin.gov.uk . There are also five published reports which are available from the Defra Secretariat (darwin@defra.gsi.gov.uk ).

Applications Manager
Website: www.darwin.gov.uk
Email: Darwin-Applications@ectf-ed.org.uk

Donnerstag, Februar 02, 2006

Naturwissenschaftliche Forschungssammlungen in Deutschland

::Neuerscheinung::

Naturwissenschaftliche Forschungssammlungen in Deutschland: Schatzkammern des Lebens und der Erde

Herausgegeben für die Direktorenkonferenz der Naturwissenschaftlichen Forschungssammlungen Deutschlands (DNFS)
Die naturwissenschaftlichen Sammlungen der deutschen Forschungsmuseen bilden aufgrund ihrer Geschichte und ihres wissenschaftlichen Gewichtes einen wesentlichen Bestandteil des nationalen und internationalen Kultur- und Naturerbes. Ihr Stellenwert bei der wissenschaftlichen Bearbeitung und der Lösung brennender Zukunftsfragen unseres Planeten ist unschätzbar und wird in Zukunft noch weiter zunehmen. Dieser Band möchte in Form einer Bestandsaufnahme und Leistungsbilanz über die deutschen Forschungssammlungen informieren und Anregungen für ihre zukünftigen Entwicklungen geben.

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